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TIPPS + TRICKS Auf dieser Seite bringe ich Ihnen Tipps+Tricks rund um den Modellbau ! - aus der Werkstätte für die Werkstätte ! oftmals sind es die einfachen Dinge im Leben, die uns einen Schritt weiterbringen. Umrechnungstabelle - S.W.G. (StandardWireGauge) in mm Umrechnungstabelle - BohrerNr. in mm Werkzeuge nur für ein Material verwenden Fertigung von Dichtungen Jeder der für seine Modelle Dichtungen braucht, kann sich meine einfache Methode zu Eigen machen ! ich kopiere aus meinem CAD-Programm die erforderlichen Dichtungen auf A4-Format, schneide von einer Rolle Dichtungspapier ein Stück in A4-Größe ab, lege es in meinen Drucker (unbedruckte Seite oben) und lasse mir die Dichtungen auf das Dichtungspapier drucken ! - anschließend ist es einfach die Löcher mit einem Durchschlag auszustanzen und dann die einzelnen Dichtungen - mit einem Messer oder einer scharfen Schere - auszuschneiden ! -
2 nützliche Abzieher aus dem Lieferprogramm der Firma Fohrmann, Görlitz
Die Firma Fohrmann hat diese beiden Abzieher im Lieferprogramm, welche sich durch saubere Ausführung auszeichnen. Für beide Typen gibt es austauschbare Spitzen bzw. für den 1.Typ (im linken Bild) auch austauschbare Backen !
schonendes Lackentfernen von Modellen
Habe ich von einem Modell den Lack zu entfernen, - egal ob Metall oder Kunststoff - so verwende ich dazu BREMSFLÜSSIGKEIT aus dem Auto-Zubehörhandel ! der besondere Vorteil ist, daß die Teile nicht angegriffen werden. Legen Sie den gewünschten Teil in einen alten Topf, Kunststoffbehälter usw. und lassen sie ihn über Nacht darin liegen ! am nächsten Tag hat sich der Lack in eine "dünne Haut" verwandelt, die Sie leicht abziehen können ! DIE EINZIGE AUSNAHME, WELCHE ICH BISHER GEFUNDEN HABE, IST DIE ASTER/LGB "FRANK-S" ! auch nach 2 Tagen zeigte sich keine Veränderung ! muss ein ganz besonderer Lack sein ! BEI KUNSTSTOFFTEILEN würde ich trotzdem vorher einen Versuch mit einem kleinen Teil starten, da fast ständig neue Kunststoffe entwickelt werden und ich natürlich nicht alle bearbeite ! - Beschreibungen auf der Dose lesen ! nicht auf die Haut bringen bzw. nachher sofort Hände waschen !!!
Umrechnungstabelle S.W.G in Millimeter In englischen oder amerikanischen Bauplänen werden die Wandstärken von Rohren oder Blechen sowie Drähten in S.W.G. (StandardWireGauge) angegeben. Nachstehend eine Umrechnungsliste #SWG in Millimeter:
Equivalente in Millimetern für Bohrer-Nummern (drill # oder twist drill No.) Die Bohrer sind bis 5.8 mm nach Nummern und darüber in Zoll bezeichnet.
Nach Fertigstellung eines Bauteils, sollte eine gründliche Reinigung erfolgen, damit Späne und Rückstände von Schmiermittel sicher entfernt werden. Bei mir hat sich dafür warmes Wasser + Geschirrspülmittel bestens bewährt. Die Teile werden ca. 15 Minuten eingeweicht und mit einer alten Zahnbürste behandelt. Feine Späne (z.B. aus Bohrungen oder Gewinden) lassen sich dann mühelos entfernen bzw. fallen von selbst heraus. Rostgefährdete Teile sorgfältig trocknen !
Werkzeuge nur für ein Material verwenden:
Vielleicht haben Sie es schon vorher einmal gehört - BOHRER, FRÄSER; GEWINDEWERKZEUGE, REIBAHLEN u.s.w - sollten immer nur für EIN Material verwendet werden ! haben Sie z.B. eine neue Reibahle für Eisen-, oder Stahlbearbeitung eingesetzt, nicht anschließend für Messing verwenden ! - es ist zwar teurer die Werkzeuge doppelt anzuschaffen, aber es lohnt sich ! ALLE WERKZEUGE GETRENNT AUFBEWAHREN !
Grundregeln für das Hartlöten:
Wenn Sie sich - erstmals - mit dem Vorgang des Hartlötens beschäftigen (wollen) hier ein paar Tipps: WELCHE WERKZEUGE SIND DAFÜR NÖTIG ?
ARBEITSTISCH:
Durch den Brenner verursachte Wärme, bedingt eine geeignete - wärmefeste - Unterlage. Bestens geeignet sind Schamottsteine (für Kachelofenbau verwendet). Sie haben Platten oder Ziegelgröße und können beim Ofenbauer bezogen werden. WICHTIGER HINWEIS: verwenden Sie diesen Tisch niemals für Weichlötungen ! - Lötreste könnten mit Hartlot in Berührung kommen ! das Weichlot verbindet sich mit dem Hartlot (unterläuft das Hartlot) solche Lötstellen brechen weg !!!
REINIGUNGSBAD:
Man besorgt sich einen 9 - 10 Liter Kunststoff-Behälter mit Deckel. Aus der Chemikalien-Handlung ½ Liter Schwefelsäure. Der Behälter wird mit WASSER gefüllt. Das richtige Mischungsverhältnis ist 1:20 (1 Teil Säure auf 20 Teile Wasser) Anschließend die SÄURE langsam und vorsichtig eingießen ! NIEMALS UMGEKEHRT !!! (durch die chemische Reaktion hätten Sie die Säure im Gesicht !!!) - bei dieser Arbeit unbedingt Schutzbrillen und Gummihandschuhe tragen ! - nichts verschütten - weder auf den Boden noch auf die Kleidung ! - Gefäß verschließen und sicher verwahren ! um Verwechslungen zu vermeiden den Behälter beschriften (z.B. VORSICHT SÄURE oder Aufkleber verwenden) - diese Reinigungsflüssigkeit können Sie jahrelang verwenden ! Oxyd setzt sich am Boden ab ! WOLLEN SIE DEN BEHÄLTER ENTLEEREN MUSS DIE SÄURE VORHER NEUTRALISIERT WERDEN ! (geschieht mit Kalkpulver - Säure wird gebunden und das Wasser neutralisiert - lassen Sie sich in der Chemikalienhandlung beraten !) - wenn Sie vorsichtig und mit Bedacht vorgehen, ist die Sache ungefährlich !
SILBERLOT + FLUSSMITTEL:
Ich empfehle Ihnen Silberlot-Stäbe von DEGUSSA oder ÖGUSSA zu verwenden. Dazu das passende Flußmittel. (Paste). Verwenden Sie keine Lötstäbe mit Ummantelung - so bringen Sie das Flußmittel zusammen mit dem Lot auf die Lötstelle. Das Flußmittel soll schon VORHER aufgebracht werden ! Das Löten von Lokkessel kann nicht in einem Arbeitsvorgang erledigt werden - es werden immer nur Teile davon verlötet - d.h. schon vorhandene Lötstellen werden nochmals erhitzt ! die logische Konsequenz: wir brauchen Lötstäbe mit unterschiedlichen Schmelzpunkten und beginnen (die erste Lötung) mit dem höchsten Schmelzpunkt ! Lötstäbe 500 mm lang, 1.5 mm Durchmesser - ohne Mantel !
HANDWERKZEUG:
besorgen Sie sich 1-2 Schmiedezangen (Schossmaulzange oder Wolfsmaulzange) mit 400-500 mm Grifflänge. Mit diesen Zangen wird das heiße Werkstück vom Löttisch zum Reinigungsbad und vom Reinigungsbad zum Löttisch getragen. Weiters werden Sie - je nach Bauteilform und Größe - Klemmen oder feststellbare Zangen brauchen. Denken Sie aber beim Kauf daran DIE WERDEN GENAUSO HEISS WIE DER BAUTEIL ! also geeignetes Material auswählen ! Schweisser-Handschuhe und Schweisser-Brillen sind ebenso notwendig !
GEEIGNETE BRENNER:
die Schmelztemperatur von Hartlot (für unsere Zwecke vorzugsweise Silberlot) liegt um einige 100 Grad C höher als beim Weichlot und erfordert auch eine stärkere Wärmequelle. Lötkolben, kleine Lötlampen oder Punktschweißgeräte sind ungeeignet ! wenn Sie nur einmalig ein paar Teile verbinden wollen, ist es sicher besser (und billiger) die Hilfe eines Fachmanns in Anspruch zu nehmen. Haben Sie aber die Absicht VOLL einzusteigen, rentiert sich die Anschaffung der richtigen Ausrüstung VON ANFANG AN ! Am wirtschaftlichsten arbeitet man mit 10 kg Propangas-Flaschen. Zwischen Behälter und Brenner kommt ein (einstellbarer) Druckminderer. Beliebt sind die Brenner der Firmen SIEVERT und GAZ. Ich verwende den CHALUTORCH der Firma GAZ. Der Brenner läßt sich so einstellen, daß nur eine Pilotflamme brennt (niedrigerer Gasverbrauch) und durch Betätigung des Griffes - die volle Flamme zur Verfügung steht. (Im Fachhandel ansehen und erklären lassen !)
Arbeitsschritte beim Hartlöten:
Die zu verbindenden Teile werden am vorgesehenen Platz fixiert. Rund um die Verbindungsstellen wird das Flußmittel aufgetragen (kann mit Pinsel aufgetragen werden) Schutzbrille aufsetzen und Handschuhe anziehen. Brenner zünden und Bauteile gleichmäßig (Brenner laufend schwenken) erwärmen. In der ersten Phase trocknet das Flußmittel auf und sieht aus wie getrockneter Kalk. Mit zunehmender Erwärmung = in der Nähe der Arbeitstemperatur des Lotes - wird das Flußmittel transparent und beginnt zu kochen. Jetzt berühren wir die erste Lötstelle mit dem Silberlot - ist die Arbeitstemperatur erreicht, fließt das Lot und wir können eine saubere Naht ziehen. Die Bauteile müssen das Lot schmelzen-nicht die Brennerflamme ! tun sie es nicht, ist weiter zu erwärmen ! - aber Vorsicht - auch ein zu viel ist schlecht. Weder Material noch Flußmittel dürfen verbrennen ! - Übung macht den Meister ! ist die erste Naht gezogen - PRIMA ! - nach Überkühlen wird der Bauteil (mit der Zange) genommen und langsam in den Reinigungsbehälter bzw. in das Reinigungsbad versenkt. Nach ca. einer halben Stunde - Stunde haben sich die Flußmittel-Rückstände abgelöst und der Bauteil ist metallisch rein. Wieder (mit der Zange) aus dem Reinigungsbad entnehmen und mit klarem Wasser reinigen. (2. Eimer ?)
Arbeiten wir an einem Lokkessel, kann jetzt die nächste Stufe der Lötarbeit in Angriff genommen werden. Die Vorgänge von oben wiederholen sich - in gleicher Reihenfolge ! Beim Silberlot nehmen wir jetzt das mit dem nächst niedrigeren Schmelzpunkt ! grundsätzlich werden Lokkessel von "innen nach außen " gelötet. Also Löt-Reihenfolge überlegen und sauber arbeiten ! ist der Kessel beim Abdrücken undicht - INNEN kann nicht mehr nachgelötet werden ! (dann ist der Teil für den Altmetall-Haufen !)
Temperaturzonen in der Brennerflamme
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