Der Dampfmodellbau
Während der Arbeit an meiner angekündigten Dokumentation über den Bau von Modellkessel für Dampflokomotiven, fiel mir endlich auf, daß man mit der Zeit auch beim Modellbau "betriebsblind" werden kann. Mir war garnicht mehr aufgefallen, daß ich mich nurmehr mit DAMPFLOKOMOTIVEN beschäftige - obwohl meine Homepage ja DIE DAMPFHOMEPAGE heißt. Das stört mich jetzt umsomehr, weil ja auch ich nicht mit Loks begonnen habe, sondern mit stationären Dampfmaschinen und Modellen für den Schiffsantrieb.
Dampf ist Dampf ?
im Prinzip ja, aber der Schwierigkeitsgrad erhöht sich von der stationären Anlage zur Dampflokomotive ! (das kann man allein an den Preisunterschieden von Fertigmodellen [z.B. WILESCO-Dampfmodell bis zur ASTER-Dampflok] ablesen. Mein Ziel ist es aber junge Modellbauer genauso anzusprechen wie Senioren, die endlich Zeit haben sich mit diesem interessanten Zweig des Modellbaues zu beschäftigen ! für erste, zaghafte Versuche eignet sich daher ein stationäres Dampfmodell besser, als eine Dampflok, bei der zusätzlich noch Platzprobleme, Fahrwerkprobleme, Brennerprobleme usw. hinzukommen. Außerdem wird noch Platz für eine geeignete Funkfernsteuerung benötigt !
Ich werde daher versuchen, dieses umfangreiche Thema chronologisch zu ordnen bzw. so aufzugliedern, daß die Informationen in allgemein gültiges Grundwissen mit Berechnungsformeln und Materialkunde und in Spezialwissen (je nach Dampf-Sparte) getrennt wird. So kann sich jeder die für ihn relevanten Informationen holen und ausnützen !
Zur Einstimmung auf das Thema Dampfmodellbau:
Es gibt viele Sparten von Modellbau ! eine der interessantesten Varianten ist der Dampfmodellbau. Hat man die nötigen Voraussetzungen (sprich: Werkzeuge) fehlt "nur" noch das Fachwissen und die Kenntnis der Zusammenhänge.
Beim DAMPF handelt es sich - nach der Windkraft - um die älteste Technik um Energie zu erzeugen und zu nutzen. Energieträger ist der Dampf - verwertet wird die Dampfenergie in Kolbendampfmaschinen oder Dampfturbinen, in den unterschiedlichsten Bau-Varianten.
Egal ob Dampfkraftwerk, Dampfschiff oder Dampflokomotive - immer sind 2 Hauptteile nötig - der Dampfkessel und die Dampfmaschine (oder Turbine). An diesem System hat sich bis heute nichts geändert, wohl aber an der technischen Ausführung, den mannigfaltigen Bauarten, Materialien usw.
Die modernsten Atomkraftwerke sind im Prinzip auch nur Dampfkraftwerke - nur wird der Dampf nicht durch die Verbrennung von Kohle oder Öl erzeugt.
Nun aber zur Anwendung im Modellbau:
Je nach Einsatzgebiet (Modell) müssen wir die geeignete Kessel-Bauform wählen. Hauptziel ist immer, eine ausreichende Dampfmenge - kontinuierlich - zu erzeugen, um die angeschlossene Dampfmaschine mit der nötigen Energie zu versorgen.
In der Dampfmaschine wird die (Hin,- und Herbewegung) des Kolbens - über den Kurbeltrieb (Pleuelstange, Kreuzkopf und Kurbelwelle) in eine drehende Bewegung umgewandelt. Um einen gleichmäßigen Rundlauf zu erreichen hat die klassische Dampfmaschine ein schweres Schwungrad. Mit dessen Hilfe werden die (oberen und unteren Totpunkte) überwunden und die (durch die Geometrie des Kurbeltriebes unterschiedlichen Kolbengeschwindigkeiten) ausgeglichen. Das Schwungrad ist also ein Energiespeicher.
In der Kesselbau-Praxis unterscheiden wir zwischen STEHENDEN und LIEGENDEN Kesseln. Stehende Kessel werden hauptsächlich für stationäre Anlagen und Schiffsmodelle verwendet. Liegende Kessel für den gleichen Zweck - zusätzlich aber für den Lokomotivbau.
Im Abschnitt KESSELBAU werden Sie alle Bauformen kennenlernen !
Dokumentation ex Karl Koffend - aus 1950 -
In 3 Abschnitten wird Grundsatzwissen vermittelt. Obwohl Wissensstand 1950, haben sich die physikalischen Gesetze nicht verändert - wohl aber die verwendeten Maßeinheiten. Jeder ernsthaft interessierte LIVE-STEAM - Modellbauer sollte die 3 Kapitel aufmerksam lesen und dann seinem Archiv hinzufügen.
Obwohl ich eine gedruckte Version zur Verfügung habe, kann die (insgesamt 39 A4 Seiten) nicht scannen, weil die Datei eine gewaltige Größe erreichen würde und ein Download niemandem zugemutet werden könnte.
Ich habe es daher auf mich genommen, die Seiten "abzutippen" weil als *.doc - File nur ein Bruchteil der Größe erreicht wird.
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